Spinnen, Stricken, Sticken - Was man alles so machen kann



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Die verstrickte Dienstagsfrage 41/2011
In den letzten Jahren scheint mir das "Lockerstricken" richtig in Mode gekommen zu sein. Damit meine ich nicht (oder nicht nur) die Tatsache, dass Nadelstärken und Maschenproben von einigen Herstellern oft in einem Bereich angegeben werden, der vor zwanzig Jahren als utopisch oder lächerlich bezeichnet worden wäre. Dies ist ein anderes Thema.
Viel mehr geht es um andere Dinge: Einige Garne, insbesondere sog. Designer-Garne, sind bei genauer Betrachtung nur für Lockerstricker wirklich geeignet – nicht nur Feststricker, sondern auch Normalstricker haben einfach keine Chance, damit umzugehen; viele (immer mehr?) Modelle sind ebenfalls nur für Lockerstricker umsetzbar und gewollt lasch; fertiges Gestrick hängt durchscheinend an Schaufensterpuppen. Viele Strickerinnen, schaut man in Blogs nach ihren Werken, scheinen das Lockerstricken zu begrüßen und gern einzusetzen.
Mich würde interessieren, was am Lockerstricken und am lockeren Gestrick für sie so reizvoll ist. Ist es das Materialersparnis? Gefällt den Lockerstrickern das lichtdurchlässige, im Maschenbild oft weniger regelmäßige Ergebnis etwa wirklich? Und warum?
Was ist dran, am Lockerstricken?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!


Zum ersten Teil der langen Frage, der ja die Frage noch nicht beinhaltet: Brigitte, Heft 19, 1977. Da kam das Stricken erst so richtig über mich. Leider habe ich die Fotos nicht mehr, aber die Anleitungen!




Hauchdünnes Mohairgarn und 7er Nadeln. Der Pulli war Orange und Pink gestreift - einfach geil! (So sehr, dass ich begeistert ins Heft reingeschmiert habe - ich konnte mir allerdings nur billiges Plüschgarn leisten und das in Flieder und Natur - popelig). Jedenfalls ist das wohl nicht nur in diesem Jahr ein Trend, gell?

Zur Frage: Der Zwiebel-Look ist des Rätsels Lösung. Mehrere Schichten übereinander und schon ist was Löcheriges mega-schick. Das erfordert morgens beim Anziehen allerdings größere strategische Planungen: Was farblich Passendes zum Drunterziehen muss her.
Hier handelt es sich um rein modische Aspekte, die man wohl zu Recht von zweckmäßigen, wärmenden Kleidungsstücken abgrenzen sollte.
11.10.11 14:09


Rechtsdrehend - Linksdrehend


Mein selbstgesponnenes Ersatzgarn für das helle Blau (rechts) ist einfach mal rechts herum gesponnen - weil ich es so gewohnt bin - und ich musste es noch etwas fester zusammendrehen, damit es zu dem übrigen Garn passt. Dabei habe ich bemerkt, dass Rowan Fine Tweed links herum gesponnen ist - ungewöhnlich! Das mittlere ist eine der zwei Farben von Lang Donegal - auch rechts herum. Gar nicht so übel, denn Dochtgarn neigt ja zum Verziehen - hier gleichen sich die Materialien möglicherweise aus.


Jedenfalls sind auch die Ärmel jetzt so weit, dass ich sie aufschneiden kann. Ich bitte um Verehrung dieser wunderbaren Armkugel! *
Wie beim Körper habe ich auch hier einen provisorischen Anschlag gemacht. Jetzt muss ich neu überlegen, wie die Farbfolge bei den Bündchen sein soll.

* Für die, die das noch nicht kennen. Ich stricke beide Ärmel gleichzeitig, mit zwei Steeks dazwischen in Runden. Das geht bis auf die obere Partie bequem auf der 60 cm Rundnadel und ich spare mir Quälereien mit magischen Schlingen oder Nadelspielen...
15.10.11 14:41



Ich war so stolz. Habe extra das Buch The Art of Fair Isle hervorgekramt und mal geschaut, was da so für Möglichkeiten der Variation für die Rippen bestehen. Eigentlich ist das auch gelungen. Die Variation, meine ich. Bloß sieht es mit dem Gelb am Übergang nicht gut aus. Und die "groben" Rippen von zwei Maschen Breite passen irgendwie nicht zum Kleingemusterten.


Nächtliche Fotos, nachdem ich schon die Nadel herausgezogen hatte. Eine kurze Überlegung war, dass ich zwei dunkle Farben, die nahe beieinander liegen als corrugated ribs verarbeite. Doch dann fiel mir das Musterbuch mit den keltischen Mustern ein...


Ich fand ein Spiralmuster (die Auswahl ist eh riesig), das in der Anzahl der Reihen zum Farbverlauf passt.


Das rollt sich jetzt erst mal. Die "Kante" besteht aus den drei mageren Kraus-rechts-Rippen unten. Aber diese Borte fügt sich stilistisch in das Ganze viel besser ein. Ob ich so eine breite Borte auch am Halsausschnitt machen soll, weiß ich noch nicht. Bei den Ärmelbündchen jedenfalls muss es sein, denn da habe ich etwa 5 cm mehr Länge eingeplant. Dort sind allerdings die dunklen Rottöne außen...
17.10.11 14:54


Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2011
Wie es die verstrickte Dienstagsfrage ja schon sagt: "eine Frage für die STRICKblogger" ist ja davon auszugehen, dass ihr alle strickt. Nur: wer von euch wird ab-und-zu dem Stricken "untreu" und frönt anderen, garn- oder wollverarbeitenden Hobbys, z.B. häkeln, sticken, knüpfen, weben, spinnen? Was macht ihr, und warum? Und warum betreibt ihr es nicht ganz so leidenschaftlich wie die Strickerei?
Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!
Anmerkung vom Wollschaf:
Auch wenn es “Die verstrickte Dienstagsfrage” heißt, sind jeden Dienstag alle angesprochen, die gern Handarbeiten machen! ;-)


Stricken bringt die schnellsten Ergebnisse mit der geringsten Mühe und dem kleinsten Kraftaufwand. Und das Spinnen dient mir nur dazu, Garn zum Stricken zu gewinnen. (Das wäre die kurze Antwort)


- Häkeln tut schnell im Handgelenk weh und man muss immer hinschauen, wo man einsticht. Einstechen in Luftmaschen ist Folter. Und dieses Ding hier ist einfach nur doof, wurde nie getragen und schon lange entsorgt...


- Für das Weben braucht man Platz und man muss handwerksmäßig präzise arbeiten (vor allem beim Vorbereiten und Aufbäumen der Kette) - ich spreche nicht von kleinen Webarbeiten.


- Gobelin-Sticken - das mache ich gerne, aber das kann man nicht "anziehen" und man braucht nur eine begrenzte Anzahl Kissen (ich jedenfalls). Andere Stickereien finde ich nicht schön. Der Rest ist Schweigen...


- Knüpfen? Okay, ich habe auch schon mal einen geknüpft. Aber doch nicht täglich... Andererseits. Der Vater eines Kommilitonen, der hat sein ganzes Haus be-knüpft...


- Warum nicht Makramee? Dieser Rock hier hat ungefähr fünf Monate gedauert.


- Filieren! Dieses Filetdeckchen ist mein ganzer Stolz. Das dritte liegt seit Jahren unbearbeitet. Falls ich nicht Fischerin werde, wird das wahrscheinlich nix mehr. Keine Kleidung - keine Lust!
18.10.11 15:58



Das Ärmelbündchen ist wohl gelungen. Nach dem Aufschneiden der Ärmel habe ich erst mal die Naht geschlossen, dann den provisorischen Anschlag aufgelöst und nun mit einem Nadelspiel weitergemacht - so hängt immerhin wenigstens unten keine hässliche Nahtzugabe heraus.


Leider misslungen war zunächst das Halsbündchen. Viel zu viel labberige Weite um den Hals herum...
Blöd, wenn man das erst merkt, wenn man fertig ist.


Ich habe acht Runden wieder aufgetrennt und heftig Maschen zusammengestrickt. Nun geht es.
Jetzt hoffe ich, dass sich das Aufrollen nach dem Waschen mäßigt...
19.10.11 13:10


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