Spinnen, Stricken, Sticken - Was man alles so machen kann



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Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 06/2006 vom Wollschaf
Fast alle Strickerinnen (zumindest zwischen 35 und 45 Jahren) haben in den 80er Jahren wie wild gestrickt. Dann lie?en die meisten es kollektiv sein. Und wurden dann vor wenigen Jahren neu infiziert! Wie kam es dazu? Habt Ihr eine Idee?

So bl?d es klingen mag, Stricken war richtig mega-out in den Neunzigern. Man erinnere sich an den Spacey-Glanz-Look aus beschichteten rosa Stoffen, die wie Raumanz?ge aussahen. Damals war ich ja noch j?nger und Trends hatten durchaus eine gewisse Wirkung auf mich.
Zur?ck zur Wolle brachte mich dann (ca. 1997) eine (j?ngere) Freundin, die Das Filzen entdeckt hatte. Dann haben wir einige Kilo Filzwolle bei Seehawer & Siebert bestellt. Dann kam auch das Spinnen (wieder) hinzu. Das Stricken selbst hat sich eher mit meiner Strickmaschine (auch so 1997) wieder bei mir eingeschlichen. In der Brigitte tauchten erste Strickanleitungen auf... Es tr?pfelte so daher... Aber wenn man spinnt, dann interessiert man sich ja auch wieder f?r's Stricken (zumindest in den meisten F?llen - ich kenne da welche...). Und dann war das Internet unglaublich hilfreich. Und ich mitgerissen. Doch wahrlich, in den Achtzigern habe ich genau so viel wie heutzutage und genau so ein Zeug gestrickt. Wie habe ich die Neunziger nur ?berlebt? Ich wei? nicht mehr, was ich da getan hab!
7.2.06 11:56



Grrr! Immer wieder Regia! So ein kleines St?ck bei den M?nnersocken hat gefehlt (Pfeil) und musste durch eine andere Farbe ersetzt werden. Dabei habe ich e-i-n-m-a-l auf die Streifenfolge geachtet und alles war p-e-r-f-e-k-t. Sonst reicht das immer.
?brigens: So sehen die Socken aus, wenn sie ? noch warm ? aus der Strickmaschine fallen... Die kleinen Kn?uelchen dienen dazu, noch vier Rippenrunden dran zu stricken.
7.2.06 14:10



Der zweite Brier ist nun auch fertig und trocken. Diesmal habe ich den Kragen noch gr??er gemacht und entsprechend das Revers auch breiter. Das sitzt viel besser als beim Original ? da passt auch die wunderbare Anstecknadel (von der Gabi) mit dem Au?erirdischen-Rogen sowohl farblich als auch im Format. Ich liiiiebe die beiden zusammen!


8.2.06 12:50


*an die Stirn patsch*

Ich wei? es wieder! Ich wei? wieder, was ich in den Neunzigern gemacht habe! Gen?ht, ja man k?nnte sogar sagen geschneidert, habe ich! Alles war selbstgen?ht: Hosen, Jacken, Kleider, R?cke... Futter, Reverskragen, alles.
Irgendwie war am Dienstag da ein schwarzes Loch...
Komisch, was?
Heutzutage schneidere ich nicht mehr, weil - ... ich Kreuzschmerzen kriege. Und weil meine N?hmaschine erneuert werden m?sste. Das Argument, alles sei doch so billig zu kaufen, ist keines. Denn wo, wo wo ist bitte die Schlaghose, die auch am Oberschenkel gleich etwas weiter ist - also meine Schlaghose??? Man sieht, eigentlich m?sste ich wieder an die N?hmaschine...
9.2.06 12:21


Hach, das waren jetzt aber turbulente Tage! Am Dienstag fand die letzte regul?re Vorlesung meines Kunstgeschichte-Profs und absoluten Meister der pr?zisen und anschaulichen Sprache Bernhard Sch?tz (Berni) statt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Das Sp?twerk Tizians war an diesem Dienstag dran. Dann hat er mir mitgeteilt (ich bin ja total aus dem Uni-Betrieb raus), dass er seine Abschiedsvorlesung am Donnerstag im Rahmen der Vortragsreihe Meisterweke der Architektur ?ber St. Peter in Rom halten werde. Da musste ich selbstverst?ndlich auch hin!


Schon am Dienstag gab es minutenlangen Applaus, doch am Donnerstag wurden dann Blumen geworfen (da hatte ich nat???rlich meine Kamera vergessen). Bei der Laudatio wurde sowohl die ewig gleiche, olle Aktentasche als auch das st?rrische Wesen erw?hnt, herrlich! (Ich f?ge hier hinzu, dass er einer der letzten leidenschaftlichen Sch?ttelreimer ist). Und der Dank einer Studentenvertreterin traf mitten ins Herz! Er habe uns die Freude an der Kunst und damit am Leben gelehrt! Meiner Freundin und mir liefen am Ende die Tr?nen in Sturzb?chen runter. Eine Epoche geht zu Ende! Die Epoche der Kunstgeschichte am Objekt (und nicht als Sesselpuper in der Bibliothek). Er sagte immer, die meisten Kunsthistoriker machten Kunstgeschichte ohne Kunst. Da ist was dran. Und das ist auch einer der Gr?nde, warum ich keine wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen habe. Die ?ra ist zu Ende. Die ?ra der old schooler... Die ?ra der netten Profs, die nach der Vorlesung mit uns ein Bierchen trinken gehen... ach, ich wei? auch nicht...
Tr?stlich war die Ank?ndigung, dass er in Prag eine Gastprofessur angenommen habe und auch weiterhin Exkursionen machen oder zumindest daran teilnehmen wolle. Das lie? uns anschlie?end bei einem Bierchen wilde Pl?ne von Pilgerfahrten nach Prag bis hin zu ?berf?llen bei der Forstexkursion schmieden...
Wer sich mal einen sch?nen (leider auch teuren) Kunstband anschaffen will, dem seien die Werke dieses Mannes (es gibt schon ziemlich viele, die meisten bei Hirmer mit grandios guten Fotografien) empfohlen. Denn da hat der Text auch Hand und Fu? und ist aus der Anschauung und dem Kunstgenuss geschrieben.

Am Mittwoch, das muss ich schon noch erw?hnen, habe ich von einer Spinnfreundin eine, na eher mehrere Handvoll Opossumhaar bekommen. Die Tiere werden in Neuseeland als Sch?dlinge abgeschossen. Und in diesem Falle dann noch gerupft. Weich wie Angora und leicht stinki wie Hundehaar.
Jetzt bin ich auch im Besitz einer Tageslichtlampe, die ich zum Spinnrad stelle. Der Winter mag ja wirklich nicht enden. Wassissnlos?
10.2.06 17:40


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