Spinnen, Stricken, Sticken - Was man alles so machen kann



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Uff, diese Hitze!
So heiß war es während des Urlaubs nur selten.

Ich erlaube mir, da ich in den letzten drei Wochen insgesamt nur genau 24 Reihen gestrickt habe (und diese am ersten Abend), die nächsten Tage davon zu erzählen.

Ansonsten kommen mir die Verstrickten Dienstagsfragen gerade recht...

Woche 21/2007
Welches ist das letzte Strickbuch, das du
dir gekauft hast? Erzählst du uns etwas daraus?

Das letzte war zwar ein Tausch-Geschenk, aber es ist wert, davon zu erzählen: Victorian Lace - Today lohnt sich wirklich, wenn man gerne Lochmuster strickt und Tücher gebrauchen kann, die alltagstauglich sind. Weil so viele rechteckige Exemplare drin sind, kann ich persönlich ganz besonders viel damit anfangen. Ein Vorteil ist, dass "richtige" Charts abgedruckt sind (und nicht nach alt-englischer Art jede Reihe beschrieben wird), so lassen sich selbst aufwendige Muster schnell auswendig lernen. Nebenbei wird noch die Geschichte des viktorianisches Anlkeitungsbuches erzählt (da bin ich noch nicht zum Lesen gekommen...). Feines Buch!

Woche 22/2007
Bist du beim Stricken Jahreszeiten-abhängig? Sprich, kannst du im Winter nur warme Sachen stricken und im Sommer nur Luftig-Leichtes, wie Lochmuster und Tops? Oder ist es dir egal und du strickst was dir im Moment gefällt?

Ich würde mal sagen, dass ich sehr abhängig von den Jahreszeiten bin. Im Augenblick habe ich gar kein Strickbedürfnis und freue mich geradezu wieder auf die Tage, an denen der Gedanke an Wolliges sinnvoll ist. Derweilen behelfe ich mich mit den oben genannten Tüchern. Bauwolle verstricke ich gar nicht mehr gerne, das wird sich auch nicht bessern, je älter meine Gelenke werden.

Woche 23/2007
Was war das größte Teil (z. B. Tuch, Restedecke, Mantel), das du jemals gestrickt hast? Gibt es Bilder davon?
Eine große Decke, ja, leider ist die nicht mehr erhalten. Die war ausschließlich aus schwarzen, grauen und weißen Resten und 2x2 Meter groß. Anschließend habe ich sie mit normalem Stoff "gefüttert" und "gesteppt" (indem ich an den Kreuzungspunkten größere Perlen gegen-genäht habe).
Mäntel habe ich auch schon mehrere gestrickt, der letzte ist hier von vorne und hinten zu sehen.
9.6.07 15:58


Ja, genau, Sab! So hatte ich mir das gedacht. Über mehrere Tage hinweg werde ich nun über jede einzelne der 24 Reihen mit jeweils 120 (oder so) Maschen berichten.

Schon schlimm, wenn man (sprachlich) verblödet - so wie ich!

Der Plan war: Die Cranach-Ausstellung in Aschaffenburg (die wohl inzwischen beendet wurde), dann die Loire-Schlösser und an die französische Atlantik-Küste. Kurz gesagt.
Vorab wurde ich von allen möglichen Leuten gewarnt, ohne ausreichende Kenntnisse des Französischen dorthin zu reisen. Vor allem Menschen, die selbst nicht... aber egal.

Der erste Tag war sowieso dem alten Lucas Cranach gewidmet - also meinetwegen sind wir da nicht hin (mein Mann ist der Fan). Die Ausstellung ist einfach überbewertet (gewesen). Aber das passiert ja immer häufiger... Wenn man all die Tafeln, auf denen das historische Umfeld beschrieben wurde, brav durchgelesen hat, dann konnte man schon profitieren und sich über die Zeit der Reformation informieren.
Vielleicht sind Ausstellungen einfach nicht nach meinem Geschmack. Gemäldegalerien eher - die Abwechslung macht's - da kann ich auch schon mal vier Stunden verbringen, ohne zu murren.

Doch dann sind wir weiter gefahren und die Stunde der baulichen Kunstdenkmäler hatte geschlagen. Als Kartenleser sind mir immer wieder vertraute Namen ins Auge gesprungen, da wurde dann ein Stop eingelegt. Die Lorscher Torhalle beispielsweise, eines der wenigen erhaltenen karolingischen Baudenkmäler, liegt im Normalfall recht abseits (aus Münchener Perspektive). Interessant sind hier die Anleihen an die römische Antike - eine Art Pilaster-Gliederung der Fassade, die allerdings - und da kommt das Mittelalter durch - weder in den Proportionen noch in der Systematik stimmig ist.
Beeindrucken wollte ich meinen Mann mit der Romanik - da war der Wormser Dom ganz nah.

- - -


Und dann wagten wir uns ins Nachbarland... Nein, ich werde jetzt nicht alle Loire-Schlösser besprechen. Baukünstlerisch sind sowieso nur wenige von Belang. Aber das hier unten (Cenonceau) ist ein Traum! Ich könnte mir vorstellen, dass es von unten her kalt kommt aber der Blick aus den Fenster auf den Fluss muss traumhaft sein!


Diese Fahrt hat Spaß gemacht. Wir haben uns darauf beschränkt, die Dinger, soweit möglich, nur von außen zu besichtigen (dafür sind wir auch mal durchs Unterholz gestolpert), denn erstens sind durchschnittlich acht Euro bei soundsovielen Schlösschen unbezahlbar und zweitens: Wer will schon einen halben Tag damit verbringen, Teppiche und Holztruhen zu besichtigen?


Nettes Wappen: ein Stachelschwein - ein Kardier-Tier sozusagen...
10.6.07 12:35


Sprache und Medien
Also hiermit konstatiere ich: Ich kann kaum französisch, höchstens drei ganze Sätze (diese sind aber wirklich ein Muss!) und dazu jede Menge Phrasen für smallest talk, aber immer waren die Leute freundlich und geduldig, sehr geduldig. Natürlich gab es auch unfreundliche Leute, aber die waren das schon, bevor ich selber den Mund aufgemacht hatte. Zwei jüngere Menschen kamen mir sogar auf meine übliche Frage "Havez-vouz une chambre libre?" mit dem Englischen entgegen - doch die Aussprache! Ja Himmel nochmal. Entweder lernt man Englisch mitsamt der Aussprache oder gar nicht!
Lustig ist schon, dass die Franzosen versuchen, die Amerikanismen zu vermeiden, so heißt der Computer also l'ordinateur und der mp3-Player baladeur mp-trois [ba.la.dœʁ em pe tʁwa]. Die Fernsehserie Les Experts: Miami könnt ihr euch selber zusammenreimen. Woher ich das weiß? In der zweiten Woche habe ich Qui veut gagner des millions? (Wer wird Millionär?) für mich entdeckt. Jeden Abend um sieben hing ich an der Glotze. Bei den schwierigeren Fragen hatte ich ausreichend Zeit, die fehlenden Vokabeln im Wörterbuch nachzuschlagen. Manches hat sich auch einfach von selbst erklärt. Und dann stellten sich die Kandidaten als ausgesprochen doof dar. Hier ein Beispiel.
Gemein, was?
Den Moderator Jean-Pierre find ich ja reizend. Viel netter und objektiver als den fiesen, pseudo-schlauen Jauch (brr, schüttel-schüttel).
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Da war ich nun also am Atlantik und immer noch Gejammer...
Kein Wunder, denn nach zwei Tagen war das Wetter wirklich nimmer fein.
Also auf ins Hinterland und sämtliche wichtigen romanischen Kirchen des Poitou besichtigen.


Die Tour war wirklich fantastisch. Die Romanik entzückt mich vorwiegend durch die Bauskulptur, ich gestehe, die Viecher sind einfach entzückend.




...und das Wetter hatte sich immer noch nicht erholt, deshalb fasste mein Mann einen kühnen Plan ins Auge...
11.6.07 09:45


Strickiges Intermezzo
Heute wollte ich Schuhe und Wolle kaufen gehen. Ich hatte mir die "Knit-Your-Stash-Wildcard" eigentlich für Frankreich aufgehoben. Doch da fanden wir genau ein Handarbeitsgeschäft, das zwei Regale voller Pingouin-Poly-Krempel hatte. Beim besten Willen nix dabei.
Mit Schuhen war es allerdings auch heute wieder nichts. Irgendwie gefällt mir die derzeitige Schuhmode nicht - die hochgezogenen Zehen, die spitzen Folterwerkzeuge - da gehe ich lieber wieder mal zu GEA.


Garn zu finden war auch nicht einfach. Letzte Rettung wieder mal der Rödel. Ein Schäppchen aus Resten, das ich zu einer gestreiften Jacke à la Spice, aber mit mehr Schwarz verwursten werde. Endlich ein "sommerliches", will heißen woll-loses Garn...
Auf dem Rückweg wollte ich die neue Münchener Synagoge mal besichtigen - Pustekuchen - zu!
Und darüber habe ich dann glatt vergessen, bei dem anderen guten Wolleladen vorbei zu schauen, den ich damals gemeinsam mit der Soma entdeckt hatte...
Na, ich habe ja noch ein paar Tage Urlaub.

Aufpassen muss ich nun, wenn ich meine Terrasse betrete: Frau Kühlwalda (Bufo bufo) hat sich bei mir ein schattig-kühles Plätzchen zum Wohnen auserkoren und kommt ab und zu raus, um lästige Ameisen zu verspeisen. Sehr brav! Gutes Mädchen! (?)

11.6.07 15:10


Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 24/2007
Als Gegenstück zur Frage der letzten Woche würde mich heute interessieren, was denn das kleinste Teil war, das du jemals gestrickt hast? Gibt es davon Bilder?

Maschenproben? Das Täschle für meinen baladeur? Schnüre in i-cord-Technik?
Ich bin keine, die Miniatur-Pullis oder -Socken strickt. Daher fällt mir dazu weiter nichts ein...

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Der Esel mit der Harfe und die anderen musizierenden Huftiere sind berühmt. Sie stammen - so wie die gestern gezeigten Viecher von der sicherlich am reichsten mit Skulptur geschmückten Kirche in Aulnay. Weil meine Kamera kein so tolles Teleobjektiv hat - hier für Iris die Quelle für weitere Fotos...

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...einen kühnen Plan: "Wenn das Wetter so bleibt, dann fahren wir ans Mittelmeer..."
Und so kam es dann, dass wir halb Frankreich umrundeten. Doch zuvor gab es einen Zwischenstop in den Pyrenäen (die muss man ja auch mal gesehen haben). In der Herberge (die mit dem besten, südfranzösischen Auftafeln - friss bis Du platzt) erwarteten uns unsägliche Amerikaner und Kanadier, die aus irgendwelchen Gründen meinten, sie müssten Tour-de-France-mäßig dort herumradeln und irgendwie un-er-träg-lich peinlich waren. Laut und voller Angst vor dem Essen, daher hatten sie einfach Nudeln mit Sauce bestellt.

Weil wir in der Nähe waren, sind wir für eine Viertelstunde eben mal in Andorra eingereist. Nicht dass es da was besonderes zu sehen gäbe. Bis auf die Kleinigkeit, dass die Franzosen da zum Hamstern hinfahren. Krass! Das Benzin kostet 40 Cent weniger und die Schnapsläden blühen - das war mir nicht bekannt. Entsprechend haben sich die Zöllner die Hände gerieben und jeden zweiten bei der Ausreise rausgezogen.

Und dann war alles gut...Und der Sonnenbrand nicht weit.

12.6.07 12:29


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